
Wieso ist das meiste Laugengebäck nicht gesund?
Laugengebäck ist aus mehreren Gründen oftmals nicht gesund. Gekauftes Laugengebäck ist häufig mit Aluminium belastet und hat des öfteren sogar den zulässigen Grenzwert überschritten. Der weitere Punkt sind die typisch verwendeten Zutaten, wie Weizenmehl, Industriesalz und ungesunde Fette.
Laugenbrötchen, Laugenstangen und Laugenbrezeln gehören zu den beliebtesten Gebäcken überhaupt. Beachtet man ein paar Dinge in der Herstellung kann Laugengebäck sogar gesund sein.

Wie kommt das Aluminium ins Laugengebäck?
Laugengebäck wird vor dem Backen in Natronlauge getaucht. Daran ist nichts auszusetzen, jedoch backen die meisten Bäcker auf Aluminiumblechen. Diese Kombination bewirkt, dass die Natronlauge die Aluminiumsalze aus dem Blech lösen, die dann in das Gebäck übergehen können.
Es kommt sogar häufig vor, dass Bäckereien die Teiglinge samt Backblech in die Natronlauge tauchen. Bei jedem Tauchvorgang geht somit gleichzeitig Aluminium in die Lauge über. Auch der Einsatz von beschichteten Aluminiumbackblechen nützt wenig durch die ständige Einwirkung der Natronlauge. Somit ist solch ein Laugengebäck alles andere als gesund.

Gibt es Laugengebäck ohne Aluminium?
Damit Laugengebäck nicht mit Aluminium belastet ist, sollte man es sich am besten selbst backen. Wichtig ist allerdings auch hier, kein Aluminiumbackblech zu verwenden. Wenn man dennoch eins hat, kann man dieses einfach mit Backpapier auslegen. So ist kein direkter Kontakt mehr möglich und man ist auf der sicheren Seite.
Lässt sich Laugengebäck auch mit Dinkelmehl backen?
Ja, das geht sogar ganz prima. Im Normalfall wird für die Herstellung von Laugengebäck Weizenmehl verwendet. Weizen sollte aber aufgrund seines enorm gestiegenen Gluten-Anteils besser gemieden werden. Bedeutend gesünder ist die Verwendung von Dinkelmehl, da das Dinkelgluten verträglicher ist. Weiterhin enthält Dinkel mehr Mineralstoffe und ist durch seine natürliche Spelzhülle das perfekte Getreide für die Bio-Landwirtschaft. Wer mehr über die positiven Eigenschaften von Dinkel erfahren möchte, findet in meinem folgenden Blog Beitrag viele Informationen dazu:
Wieso ist Fleur de Sel gesünder als Brezelsalz?
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Verwendung eines guten Salzes. Herkömmliches Brezelsalz ist genauso wie das normale Speisesalz nicht zu empfehlen. Diese Art der Salze zählen zu den Industriesalzen und werden stark raffiniert, mit Chemikalien gereinigt und gebleicht. Die enthaltenen Mineralstoffe werden entfernt, so dass am Ende noch 2 Elemente übrig sind – Natrium und Chlorid. Zum Schluss wird es noch mit Konservierungsstoffen und Rieselhilfen versetzt, damit es schön streufähig ist.
Ein Natursalz, wie Fleur de Sel* und Himalayasalz* wird nicht raffiniert und gebleicht. Die Mineralstoffe werden ebenfalls nicht entzogen, sondern bleiben erhalten. Diese Salze bestehen aus 84 Elementen, die für den Körper sehr wertvoll sind, da unser Körper aus denselben 84 Elementen aufgebaut ist. Somit ist auch von dieser Seite her gewährleistet, dass das Laugengebäck gesund ist.

Ist Laugengebäck eigentlich vegan?
In den meisten Fällen ist Laugengebäck nicht vegan, da üblicherweise Butter oder Schweineschmalz zum Einsatz kommt. In meinem Rezept habe ich Olivenöl* verwendet, weil dieses außerdem zu den gesunden Ölen gehört. Wer mehr darüber erfahren möchte, welche Öle empfehlenswert sind und welche nicht, findet in meinem folgenden Blog Beitrag viele Informationen dazu:
Laugengebäck gesund und vegan
Rezept für eine basenüberschüssige Ernährung

➤ Rezept hier kostenlos als PDF herunterladen
Zutaten für 16 Stück
- 300 ml Wasser
- 20 g frische Hefe
- 550 g Ur-Dinkelmehl 1050* (Ur-Dinkel ist weitaus gesünder, siehe auch dazu meinen Blog Beitrag über Dinkelmehl. Das Rezept funktioniert aber auch mit herkömmlichen Dinkelmehl)
- 1 TL Natursalz*
- 50 ml Olivenöl*
- 3 l Wasser
- 50 g Natron*
- Zum Bestreuen Fleur de Sel*
Zubereitung
- Hefe im Wasser auflösen.
- Mehl*, Salz* und Olivenöl* dazugeben und mit der Hand unterkneten (keinen Mixer benutzen!)
- Teig an einem warmen Ort zugedeckt für ca. 1 Stunde gehen lassen, bis sich die Größe verdoppelt hat.
- Das Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen und das Natron* dazugeben.
- Teig aus dem Ofen nehmen, gut durchkneten und halbieren.
- Nun die erste Hälfte vom Teig verarbeiten. Dazu den Teig in 8 gleich große Teile teilen. Nochmal kurz durchkneten und zu Stangen oder Brötchen z.B. formen.
- Teiglinge ins Natronwasser tauchen und von jeder Seite 30 Sekunden leicht köcheln lassen.
- Mit einer Schaumkelle* herausnehmen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und gleich mit dem Fleur de Sel* bestreuen.
- Längs mit einem scharfen Messer einschneiden und im vorgeheizten Backofen bei 220 °C Ober-/Unterhitze für 15-20 Minuten backen.
- Nun die zweite Hälfte des Teigs nach dem gleichen Prinzip verarbeiten.
TIPP: Das Laugengebäck ist sehr gut zum Einfrieren geeignet. Man kann es direkt gefroren auf dem Brötchenaufsatz vom Toaster aufbacken. Bei Bedarf kann man das Laugengebäck vor dem Backen zusätzlich mit verschiedenen Saaten, wie Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Sesam etc. bestreuen.
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