Rezept „Anleitung Sauerteig ansetzen“

Wieso es für die Gesundheit erheblich besser ist, sein Brot mit Sauerteig zu backen und wie einfach es ist, sich einen Sauerteig anzusetzen, erfährst Du in diesem Artikel!

Wieso sollte man ein Brot mit Sauerteig backen?

Diese drei Punkte sind der Grund, weshalb es sich lohnt ein Sauerteigbrot zu backen:

  • Der Geschmack
  • Die Verträglichkeit
  • Die Frischhaltung

Der Geschmack

Ein echtes Sauerteigbrot hat gegenüber einem anderen Brot einen besseren und feineren Geschmack. Ich will damit nicht sagen, dass andere Brote nicht schmecken, aber es gibt schon einen Unterschied. Genau deshalb benutzen Bäcker auch künstliche Säuerungsmittel, um eben diesen Geschmack zu erzeugen. Das Problem bei den künstlichen Säuerungsmitteln ist, dass diese den gesundheitlichen Aspekt nicht leisten können, was aber ein echter Sauerteig kann. Womit ich gleich zum nächsten Punkt komme.

Die Verträglichkeit

Sauerteige bestehen aus Milchsäurebakterien und Hefepilzen. Seit mehreren tausend Jahren nutzt der Mensch diese zur Herstellung von Brotbackwaren. Die Stoffwechselprodukte dieser Mikroorganismen lockern den Teig und verbessern den Geschmack, das Aroma, die Verdaulichkeit und die Haltbarkeit.

Die in Getreide, Hülsenfrüchten, Nüssen und Ölsaaten enthaltene Phytinsäure verringert die Verwertbarkeit von Mineralstoffen im Körper. Phytinsäure lässt sich durch folgende Arten abbauen:

  • Verwendung von Sauerteigen
  • lange Quellzeiten von Korn oder Mehl
  • Einweichen (z. B. Nüsse, Reis, Hirse, Bohnen) und Einweichwasser wegschütten.

Durch das Benutzen von Hefe beim Backen oder bei Reis zum Beispiel durch das Kochen im Wasser lässt sich die Phytinsäure nicht abbauen!

Die preiswerteren Methoden, die die meisten Bäcker wählen, bringen zwar denselben Geschmack zutage, aber der gesundheitliche Aspekt bleibt auf der Strecke.

Die Frischhaltung

Brotbackwaren mit Sauerteig haben eine bedeutend längere Frischhaltung. Natürlich gibt es auch künstliche Frischhaltemittel, die von Bäckern gern benutzt werden, um eben auch diesen Mangel auszugleichen. Künstlich kann man wahrscheinlich alles ausgleichen, aber die Gesundheit lässt sich nunmal nicht überlisten!

Welche Arten von Sauerteig gibt es?

Einen Sauerteig kannst Du mit jedem Mehl ansetzen und die Herstellung ist immer gleich! Der wohl bekannteste Sauerteig ist der Roggensauerteig. Man kann aber auch Dinkelmehl nehmen. Ich mache z.B. Dinkelsauerteig und damit backe ich meine Dinkel- Brötchen. Ein Dinkelvollkornsauerteig schmeckt übrigens ganz genauso wie ein Roggensauerteig!

Rezept „Anleitung Sauerteig ansetzen“

Nehmen wir an, Du benötigst 400 g Sauerteig. Du kannst Dinkel- oder Roggenmehl nehmen, das ist für Brote am besten. Roggenmehl hat die allerbeste Frischhaltung. Du kannst auch hinterher ein Dinkelbrot mit einem Roggensauerteig backen. Da kann man ganz flexibel sein 🙂

Achtung: Diese 4 Tage Aktion machst Du nur ein einziges Mal!

  • 1. Tag: Du nimmst 60 g Mehl und 60 ml warmes Wasser. Das verrührst Du mit einer Gabel und lässt es zugedeckt 24 Stunden bei Zimmertemperatur stehen (nicht in den Kühlschrank stellen).
  • 2. Tag: 60 g Mehl und 60 ml warmes Wasser hinzufügen, alles verrühren und wieder 24 Stunden zugedeckt stehen lassen.
  • 3. Tag: 120 g Mehl und 120 ml warmes Wasser hinzufügen, alles verrühren und noch einmal 24 Stunden zugedeckt stehen lassen.
  • 4. Tag: FERTIG! Du hast jetzt ca. 480 g fertigen Sauerteig (etwas Flüssigkeit verdunstet, dass ist normal)

Du benötigst 400 g und die 80 g, die übrig sind, kommen in ein Gläschen und werden im Kühlschrank aufbewahrt.

Beim nächsten mal nimmst Du die 80 g und gibst diese in 400 g Mehl + 400 ml warmes Wasser. Dann verrührst Du das Ganze und lässt es 24 Stunden bei Zimmertemperatur stehen (nicht in den Kühlschrank stellen). Am nächsten Tag ist Dein Sauerteig schon fertig und Du nimmst wieder 80 g weg für das nächste Mal.

Der Sauerteigansatz wird mit der Zeit immer besser. Dadurch bekommt der Sauerteig immer mehr Aroma und entwickelt immer mehr Triebkraft. Auch die Haltbarkeit vom Sauerteigansatz im Kühlschrank verlängert sich auf 4-6 Wochen. Zu Anfang ist der Ansatz nur ca. 2-3 Wochen haltbar.

Du möchtest nur ab und zu mal ein Sauerteigbrot backen!

Kein Problem! Wenn Du nicht so oft nicht backen kannst, kannst Du den Sauerteigansatz auch einfrieren. Du kannst aber auch ganz einfach einen Durchgang machen, ohne zu backen. Dafür nimmst Du ca. 100 g Mehl + 100 ml warmes Wasser und verrührst das mit Deinem Gläschen. Nach den üblichen 24 Stunden füllst Du Dir Deine 80 g wieder in ein neues Gläschen und den Rest musst Du leider entsorgen oder jemandem schenken, der auch mal ein Sauerteigbrot backen möchte.

Auf meiner Website habe ich eine Bilder-Doku von einem Dinkel-Vollkornbrot mit Sauerteig. Du findest sie unter dem folgendem Link Bilder Brotbacken

In meinem Backbuch findest Du leckere Dinkelrezepte für Kuchen, Brötchen und Brot, welches zum Preis von € 8,99 (eBook € 5,99) erhältlich ist!

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