
Basisches Brot selber machen ist einfacher als gedacht. Es ist meist die bessere Alternative zu gekauftem basischen Brot, da sich die Zutaten individuell bestimmen lassen und unnötige Zusatzstoffe vermieden werden können.
Basisches Brot selber machen statt kaufen – warum es sich lohnt
Basisches Brot wird immer beliebter, vor allem bei Menschen, die sich bewusster ernähren und ihren Säure-Basen-Haushalt unterstützen oder Basenfasten möchten. Bei der Suche danach stoßen viele zunächst auf fertige Produkte im Bio-Laden, Reformhaus oder in einem Online-Shop.
Doch genau hier beginnt oft das Problem. Viele Produkte werden als basisch beworben, sind es aber bei genauerem Hinsehen nicht wirklich. Zwar gibt es auch basisches Brot zu kaufen, das ohne Zusatzstoffe auskommt und tatsächlich 100% basisch ist von den Inhaltsstoffen her, jedoch ist die Auswahl oft begrenzt und die Preise entsprechend hoch.
Dabei ist die bessere Lösung einfacher, als viele denken. Basisches Brot lässt sich mit wenigen Zutaten schnell und unkompliziert selber machen und passt perfekt in den Alltag.
In diesem Beitrag erfährst du, warum es sich lohnt, ein basisches Brot selbst zu backen und wie du mit meinem einfachen Rezept direkt starten kannst.

Was ist basisches Brot?
Basisches Brot wird ausschließlich aus Zutaten hergestellt, die in der basischen Ernährung als basisch gelten.
Der Unterschied zu herkömmlichem Brot liegt vor allem darin, wie die verwendeten Zutaten vorbereitet werden. Durch Keimen oder Fermentation werden natürliche Prozesse in Gang gesetzt, die deren Eigenschaften deutlich verändern.
Ein wichtiger Punkt dabei ist die sogenannte Phytinsäure. Diese ist natürlicherweise in Getreide, Hülsenfrüchten und Saaten enthalten und kann die Aufnahme von Mineralstoffen im Körper hemmen. Beim Keimen wird die Phytinsäure abgebaut, wodurch die enthaltenen Nährstoffe besser verfügbar werden.
Zusätzlich werden beim Keimen Enzyme aktiviert, darunter Amylasen, die auch im menschlichen Körper für die Verdauung von Kohlenhydraten zuständig sind. Da ein Teil dieser Prozesse bereits im Keimstadium beginnt, wird die Verdauung entlastet. Gleichzeitig entstehen neue Vitamine und die Verfügbarkeit von Aminosäuren wird erhöht.
Warum basisches Brot bekömmlicher ist?
Wie du im Abschnitt „Was ist basisches Brot?“ gelesen hast, sind gekeimte Lebensmittel nährstoffreicher, besser verfügbar und deutlich bekömmlicher – und gelten deshalb im Rahmen der basischen Ernährung als basisch.
Dasselbe Prinzip gilt auch für fermentierte Produkte wie Sauerteig. Auch hier werden durch die Verarbeitung Inhaltsstoffe verändert, wodurch die Verträglichkeit verbessert und die Nährstoffverfügbarkeit erhöht wird. Dadurch werden auch fermentierte Lebensmittel in der basischen Ernährung als basisch eingeordnet.
Gerade beim Thema Sauerteig lohnt es, sich einmal näher damit zu beschäftigen – eine Anleitung zum Sauerteig ansetzen findest du ebenfalls auf meiner Website.
Kann man basisches Brot kaufen?
Auch wenn es basisches Brot zu kaufen gibt, lohnt sich ein genauer Blick auf die Produkte. Denn viele Brote werden zwar als basisch bezeichnet, erfüllen diese Anforderungen bei näherem Hinsehen jedoch nicht.
Oft liegt das an den verwendeten Zutaten. Nicht alles, was als basisch vermarktet wird, passt tatsächlich in eine basische Ernährung. Welche Lebensmittel wirklich basisch sind, kannst du in meiner Übersicht zu basischen und säurebildenden Lebensmitteln nachschauen.
Dazu kommt, dass die Auswahl begrenzt ist und die Preise häufig vergleichsweise hoch liegen. Gerade wenn man regelmäßig basisch essen möchte, ist das auf Dauer wenig praktikabel.

Basisches Brot selber machen – die bessere Alternative
Basisches Brot selbst zu machen ist deutlich einfacher, als viele denken – vor allem mit meinem Rezept, das ohne großen Aufwand auskommt.
Der große Vorteil liegt darin, dass du genau weißt, was enthalten ist. Du bestimmst die Zutaten selbst und kannst sie bei Bedarf einfach austauschen und an deine eigenen Vorlieben anpassen.
Mein Rezept ist so aufgebaut, dass du es unkompliziert im Alltag umsetzen kannst. Die Zubereitung dauert nur etwa 10 Minuten und erfordert keine aufwendigen Schritte.
Damit hast du eine einfache Möglichkeit, basisches Brot selbst zu backen und mit leckeren Aufstrichen, wie zum Beispiel mit meinem basischen Rote Beete Aufstrich oder mit basischem Streichkäse zu genießen.

Basisches Brot selber machen – einfach & besser als gekauft
Basisches Rezept
Dieses basische Brot kannst du in wenigen Minuten zubereiten, und die Zutaten lassen sich flexibel austauschen. Wenn du nicht auf fertige Produkte angewiesen sein möchtest, dann schau für weitere einfache Ideen auf meine Seite Basische Rezepte – Richtig lecker.
⏱️ Zeitübersicht (ca.)
10 Min Vorbereitung | 3 Std Quellzeit
80-85 Min Backzeit

➤ Rezept hier kostenlos als PDF herunterladen
Zutaten für 1 Kastenform

- 350 g gekeimte Haferflocken* -dein exklusiver Preisvorteil bei AHO wird im Warenkorb automatisch auf deine gesamte Bestellung angewendet
- 150 g gekeimter Buchweizen* oder Sesam gekeimt*
- 150 g gekeimte Leinsamen*
- 100 g Mandeln blanchiert* oder Mandeln gehackt*
- 150 g Erdmandelmehl* oder Mandelmehl*
- 40 g Flohsamenschalen*
- 20 g Natursalz*
- 20 g Dattelzucker* oder Dattelsirup*
- 700 ml Wasser
- 50 ml naturtrüber Apfelessig* oder 50 g Sauerteig-Ansatz selbstgemacht
🥗 Nährwerte pro Scheibe (ca.)
132 kcal | 16 g KH | 4 g Eiweiß
6 g Fett | 6 g Ballaststoffe
Zubereitung

Alle Zutaten für das basische Brot in eine Schüssel geben.
👉 Zutaten individuell austauschen
Du kannst die Zutaten ganz nach deinem Geschmack variieren. Verwende dafür stets gekeimte Mehle. Du musst dabei allerdings berücksichtigen, dass Haferflocken die größte Quellfähigkeit besitzen und bei einem Weglassen bzw. Austausch die Mehl- und Wassermenge dementsprechend angepasst werden muss. Siehe dazu auch unten💡 Bines Tipp.
Saaten hingegen kannst du einfach 1:1 austauschen. So kannst du dir jedes Mal ein anderes basisches Brot backen.

Zutaten mit einem Kochlöffel oder der Hand gründlich vermengen.

Eine Kastenform mit Backpapier auslegen, den Teig gleichmäßig einfüllen und mit einem Tuch abgedeckt 3 Stunden quellen lassen.
👉 Flexibilität bei der Teigruhe
Optional kannst du den Teig auch länger quellen lassen, wenn es für dich durch Arbeit etc. vorteilhafter ist. Falls du Sauerteig statt Apfelessig dazugibst, müsste der Teig mindestens 6-8 Stunden ruhen, damit der Sauerteig den Teig etwas lockern kann.

Brot im vorgeheizten Backofen bei 180 °C Ober-/Unterhitze auf einem Backrost zunächst 60 Minuten backen. Dann aus der Form nehmen und mit dem Backpapier weitere 20-25 Minuten backen.
Tipp für deinen Alltag
Wenn du öfter einfache und schnelle Rezepte suchst, findest du in meiner Feierabendküche 50 basische Gerichte, die alle in unter 30 Minuten fertig sind.

So einfach bekommst du ein frisch gebackenes basisches Brot aus gekeimten Haferflocken und verschiedenen gekeimten Saaten!
Solche basischen Rezepte können dich beim Basenfasten wunderbar unterstützen – entscheidend ist aber, wie du sie richtig in deinen Alltag integrierst. Genau dabei hilft dir mein Basenfasten- und Entschlackungs-Gesamtpaket.
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💡 Bines Tipp
Das Brot hält etwa eine Woche frisch und lässt sich im Ganzen oder in Scheiben sehr gut einfrieren.
Sauerteig verbessert den Geschmack vom Brot und lockert den Teig etwas. Dennoch wird es kein fluffiges Brot, sondern ist grundsätzlich kompakt durch die vielen Saaten.
Wenn du zum Beispiel gekeimtes Dinkelmehl* statt gekeimte Haferflocken nehmen möchtest, dann musst du die Mehlmenge auf 250 g reduzieren. Die Wassermenge solltest du ebenfalls auf 560-600 ml anpassen. Dinkelmehl bindet Wasser deutlich stärker und bildet eine dichtere Teigstruktur als Haferflocken, deshalb braucht man weniger Mehl und Flüssigkeit – sonst wird der Teig zu weich und das Brot bleibt innen leicht klitschig.
👉 Kostenloser Download
🗎 Meine Anleitung zur basischen Ernährungsumstellung
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