Rezept „Veganer Quark – fermentiert und sojafrei“

Ein veganer Quark aus Cashewkernen ist unkompliziert in der Herstellung, denn dieser kann ganz einfach mit Probiotika fermentiert werden. Die Milchsäurebakterien, die sich während dieses Prozesses vermehren, wirken sich beim Verzehr positiv auf die Darmflora aus. Der Geschmack wird einem „echten“ Quark immer ähnlicher und die Haltbarkeit im Kühlschrank geht über mindestens 4-5 Tage.

Was sind Probiotika?

Ein Probiotikum (Mehrzahl: Probiotika) besteht aus lebenden Mikroorganismen, z. B. Milchsäurebakterien. Diese haben eine gesundheitsfördernde Wirkung auf den menschlichen Organismus und insbesondere auf den Darm. Probiotika gehören zu den meisten Darmsanierungsprogrammen mit dazu und werden in Form von Kapseln, Pulvern oder Flüssigkeiten angeboten. Diese Präparate sind allerdings nicht unumstritten. Sie sollten nicht als Nahrungsergänzung genommen werden, sondern nur zum Aufbau der Darmflora dienen.

Laktobazillen und Bifidobakterien

Probiotika sind Kleinstlebewesen wie Laktobazillen oder Bifidobakterien. Sie werden eingesetzt, um die Anzahl der guten Darmbakterien zu vergrößern und die Darmflora wieder aufzubauen. Allerdings können sich diese Bakterien auch nur dann ansiedeln, wenn sie sich im Darm wohlfühlen, ansonsten verlassen sie ihn genauso schnell wieder, wie sie hereingekommen sind. Diese Mikroorganismen (Probiotika) werden aber auch eingesetzt, um Nahrungsmittel damit zu fermentieren.

Natürliche Probiotika in Lebensmitteln

Es gibt aber auch natürlich vorkommende Probiotika in verschiedenen Lebensmitteln. Diese sind z.B. fermentierte Nahrungsmittel wie Sauerkraut, aber auch jedes andere fermentierte Gemüse. Wichtig ist allerdings, dass dieses roh verzehrt und nicht gekocht wird. Diese Art fertig zubereitetes Gemüse ist in der koreanischen Küche unter dem Namen „Kimchi“ bekannt. Auch die japanische Würzpaste „Miso“ wird fermentiert und zählt zu den probiotischen Lebensmitteln.

Weitere Lebensmittel, die Probiotika enthalten sind auch bestimmte Milchprodukte, allerdings gehören diese zu den schlechten Säurebildnern und sollten nach Möglichkeit nicht verzehrt werden. Somit wird die Liste immer kleiner, aber eine gute Alternative ist naturtrüber Apfelessig oder Brottrunk, welches beides basisch verstoffwechselt wird.

Was ist überhaupt Fermentation

Bei einer Fermentation (auch Fermentierung genannt) werden organische Stoffe in Säure, Alkohol oder Gase umgewandelt. Dies geschieht durch Enzyme, Bakterien oder Pilze. In vielen Herstellungsverfahren ist die Fermentation ein absolutes Muss. Diese Mikroorganismen bauen unerwünschte Stoffe ab, verlängern die Haltbarkeit des jeweiligen Lebensmittels, sorgen für ein feineres Aroma und einen besseren Geschmack.

Bei der Sauerteigherstellung wird z.B. die Phytinsäure abgebaut, die zu den Antinährstoffen gehört. Bei der Tee- und Kaffeeherstellung wird wiederum die Gerbsäure abgebaut. Erst durch Fermentation kann überhaupt Alkohol, Essig, aber auch Käse und Joghurt entstehen. Die Vorzüge des Fermentierens benutzt die Menschheit schon seit ihren Anfängen, weil es früher auch unbedingt nötig war, die Haltbarkeit von Lebensmitteln zu verlängern. Dieser Vorgang ermöglicht die Konservierung und somit eine lange Lagerung von Lebensmitteln.

Natürliche Fermentierung

In vielen Fällen geschieht die Fermentierung nur aufgrund natürlich vorkommender Milchsäurebakterien. So kann man sich nur mit Mehl und Wasser ganz einfach einen Sauerteig herstellen. Gemüse kann man nur durch Zugabe von Salz fermentieren – das beste Beispiel ist Sauerkraut. Bei der Joghurtherstellung wiederum werden für den Fermentierungsprozess noch Kulturen beigefügt.

Bei meinem Quarkrezept sorgen die Probiotika für die Fermentation. Nüsse, so auch Cashewkerne, enthalten ebenfalls Phytinsäure, die bei diesem Prozess abgebaut wird. Der Cashew-Quark wird durch die Fermentierung geschmacklich säuerlicher und ähnelt so immer mehr einem „normalen“ Quark. Weiterhin verbessert sich die Verträglichkeit durch den Abbau der Phytinsäure und die sich zwischenzeitlich vermehrten Milchsäurebakterien sind ein natürliches Probiotikum für eine gesunde Darmflora. Ein veganer Quark aus Cashewkernen mit Probiotika fermentiert ist eine einfache und vor allem gesunde Alternative.


Basenüberschüssiges Rezept

Zuaten für 500 g

  • 200 g Cashewkerne
  • Wasser zum Einweichen
  • 200 ml Wasser
  • Inhalt von 3 Kapseln Probiotikum
  • 1 kleingeschnittene Zwiebel
  • 3 TL Zitronensaft
  • je 1 TL Himalayasalz und Pfeffer geschrotet
  • 1 TL Xylit
  • frische Kräuter (alternativ TK-Kräuter)

Zubereitung

  • Cashewkerne ca. 4 Stunden im Wasser einweichen und das Wasser einmal zwischendurch wechseln.
  • Nun das Wasser abgießen und die Cashewkerne nochmal gründlich abspülen.
  • Die Cashewkerne mit den 200 ml Wasser in einen leistungsstarken Mixer geben und so lange pürieren, bis keine Stückchen mehr übrig sind.
  • Den Inhalt von den probiotischen Kapseln dazugeben und nochmal kurz durchmixen.
  • Die Masse in eine Schale mit Deckel füllen und das Ganze zugedeckt für 24 Stunden bei Zimmertemperatur fermentieren lassen.
  • Danach nochmal über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.
  • Am nächsten Tag können bereits die restlichen Zutaten dazugegeben werden. So einfach ist ein veganer Quark mit Probiotika fermentiert in der Herstellung!

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