Warum ist richtige Auswahl an Ölen so wichtig?

Der Mensch braucht täglich bestimmte Fettsäuren, die er mit der Nahrung aufnehmen muss, weil unser Körper sie nicht selber herstellen kann. Das sind die Omega-3 und die Omega-6-Fettsäuren. Wo diese Fettsäuren enthalten sind und wie Du Deinen Tagesbedarf deckst, erfährst Du im folgenden Artikel!

Um die Omega-6-Fettsäuren brauchst Du Dir schon mal keine Gedanken zu machen, denn viele Lebensmittel enthalten Omega-6-Fettsäuren und zum anderen kann der Körper diese sehr gut speichern. Das Problem sind die Omega-3-Fettsäuren!!!

Vorhanden sind diese z.B. in bestimmten Fischsorten, aber vor allem in Leinöl. Leinöl ist der absolute Omega-3-Spitzenreiter. Als Vergleich: Ein einziger EL Leinöl hat genauso viel Omega-3-Fettsäuren wie 100g Tunfisch, und der ist der Omega-3-Anführer unter den Fischen! Deswegen kann ich nur jedem eindringlich raten, regelmäßig Leinöl zu verzehren. Ein einziger Esslöffel Leinöl enthält 5.500 mg Omega-3-Fettsäuren. Der Tagesbedarf von Omega-3-Fettsäuren liegt bei ca. 250 mg. Deswegen ist Leinöl die perfekte Omega-3-Quelle, mit der man auf der sicheren Seite ist.

Was Omega-3-Fettsäuren im Körper bewirken

Sie sind ein wahres Multitalent für den Organismus: Omega-3-Fettsäuren senken die Blutfettwerte (Triglyceride), senken den Blutdruck, verbessern die Fließeigenschaften des Blutes, beugen Thrombosen vor, reduzieren den Blutzuckerspiegel, lindern Entzündungen, verbessern die Schlafeigenschaften, verbessern die Denkleistung und beugen Demenz vor.

Das Omega-6- zu Omega-3-Verhältnis muss passen

Das bedeutet folgendes: Wenn Du zuviel Omega-6-Fettsäuren isst, verhindert das die Omega-3-Aufnahme im Körper und umgekehrt. Wobei der umgekehrte Fall eigentlich nie eintritt, weil die Omega-6-Fettsäuren in der Nahrung deutlich überwiegen. Das richtige Verhältnis ist 2: 1 bis 5: 1. Das bedeutet 2 bis 5 Teile Omega 6 zu einem Teil Omega 3. In der Muttermilch liegt das Verhältnis bei 2: 1 bis 1: 1. In der heutigen Ernährung allerdings ist dieses Verhältnis bei den meisten extrem verschoben. Dieses Ungleichgewicht bewirkt einen Anstieg entzündungsauslösender Stoffe im Körper, welches zwangsläufig zur Entstehung von Krankheiten führt.

Und zum Schluss noch ein paar Beispiele von verschiedenen Ölen und ihrem Omega-6- zu Omega-3-Verhältnis:

  • Distelöl 150 : 1
  • Sonnenblumenöl 120 : 1
  • Maiskeimöl 52 : 1
  • Olivenöl 9 : 1
  • Walnussöl 4 : 1
  • Hanföl 3 : 1
  • Rapsöl 2 : 1
  • Leinöl 1 : 4

Sehr ungesund sind natürlich die ersten drei Öle, deswegen ist es ganz wichtig diese zu meiden. Beim Leinöl ist Dir bestimmt das einzigartige „umgekehrte Verhältnis“ aufgefallen. Mehr Omega-3 wie Omega-6! Genau deswegen ist Leinöl der perfekte Ausgleich! Und zum Rapsöl folgende Anmerkung: Geschmacksneutrale Rapsöle, die in der Werbung so schön „zum Braten  und Frittieren geeignet“ angepriesen werden, enthalten krebserregende Transfettsäuren. Auch wenn das Omega-Verhältnis perfekt ist, sind nur „kaltgepresste“ Rapsöle gesund und die sind nicht zum Braten geeignet!

In meinen Gesundheits- und Ernährungsratgebern findest Du noch viele weitere hilfreiche Informationen für eine ausgewogene und gesunde Ernährung!

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