Dinkel gesund? Rezepte und Infos

Selbst im Discounter ist schon seit langem Dinkelmehl erhältlich – aber Achtung! Beim Kauf von günstigem Dinkelmehl kann Weizen enthalten sein – gleich mehr dazu!

Das gesunde Spelzgetreide

Dinkel ist eine Weizenart und gehört zu den Spelzgetreiden. Bereits vor ca. 7000 Jahren soll er schon in Asien angebaut worden sein. In Deutschland war Dinkel im 18. Jahrhundert ein wichtiges Handelsgetreide. Im Zuge der Industrialisierung geriet er allerdings in Vergessenheit, da man mit Weizen bedeutend höhere Erträge erzielen konnte.

Seit geraumer Zeit erlebt Dinkel aber wieder eine regelrechte Renaissance, da er das perfekte Getreide für die Bio-Landwirtschaft ist – und das liegt an der Spelzhülle. Diese natürliche Hülle mit der das Korn umgeben ist, schützt vor Schädlingen, Pilzen und Umwelteinflüssen. Vor der Verarbeitung muss sie allerdings entfernt werden und aus diesem Grund ist Dinkelmehl teurer als Weizenmehl.

Dinkel gesünder als Weizen

Wie eben bereits erwähnt, schätzen Bio-Landwirte die Vorzüge von Dinkel. Er ist sehr robust, wetterbeständig, wächst auf kargen Böden bis 1000 Meter Höhe, verträgt keinen Kunstdünger und kann deshalb sogar in Wasserschutzgebieten angebaut werden. Im Vergleich: Weizen würde ohne chemische Pflanzenschutzmittel die Ernte nicht erleben.

Der Mineralstoff-, Vitamin- und Eiweissanteil im Dinkel ist auch höher als im Weizen. Das Dinkelgluten ist ein anderes wie das Weizengluten und bedeutend verträglicher. Somit noch ein weiterer Vorteil von Dinkel gegenüber dem Weizen.

Die verschiedenen Typen Zahlen

Dinkelmehl gibt es, wie das Weizenmehl auch, in verschiedenen Ausführungen. Beim Vollkornmehl wird das ganze Korn gemahlen, während beim Weissmehl die Randschicht entfernt wird, wo die meisten Mineralstoffe sitzen. Die Typenzahl sagt aus, wieviel Mineralstoffe noch im Mehl enthalten sind.

Das hellste Dinkelmehl ist Type 630, dann kommt Type 812, Type 1050 und zum Schluss das Dinkelvollkornmehl. Natürlich ist die Vollkornvariante immer die gesündeste, aber beim Dinkel sind die Mineralstoffe gleichmäßer im gesamten Korn verteilt als beim Weizen. Dort sitzen die Mineralstoffe fast ausschließlich in der Randschicht.

Dinkelmehl ist nicht immer zu 100% Dinkel

Dinkelmehl ist leider nicht immer zu 100% auch wirklich Dinkelmehl. Es kommt durchaus vor, dass Dinkel mit Weizen gekreuzt wird, um höhere Erträge zu erwirtschaften. Deshalb ist von günstigen Dinkelmehlen abzuraten, denn dann isst man bis zu 50 % eingekreuzten Weizen mit. Eine Kennzeichnungspflicht gibt es hierfür leider nicht, so dass man sich auf gute Bio-Qualität verlassen muss!

Die Backeigenschaften

Dinkelmehl eignet sich sehr gut zum Backen, allerdings kann man Weizenmehl nicht einfach 1:1 austauschen. Dinkel neigt zum Trockenbacken und deshalb muss stets mit ausreichend Flüssigkeit gearbeitet werden. Das Dinkelgluten ist nicht so unempfindlich, wie das Weizengluten. Mit einem etwas anderen Umgang in der Herstellung erzielt man aber genauso perfekte Ergebnisse. Dafür braucht nur die richtigen Rezepte und gut beschriebene Zubereitungshinweise.


Meine Rezepte mit Dinkelmehlen

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