Xylit – der basische Birkenzucker: Vor- und Nachteile

Nicht nur aus der Zuckerrübe lässt sich Zucker herstellen, sondern auch aus Holzrinden. Xylit oder Xylitol ist auch unter dem Namen Birkenzucker bekannt. Holzzucker (Xylose) kommt z.B. in Birken- oder Buchenholz, Maiskolben und Stroh vor. Aber nicht nur dort! Xylit ist ein natürlich vorkommender Zuckeralkohol, der in vielen Früchten, Gemüse und sogar im Menschen selbst gebildet wird. Die menschliche Leber produziert jeden Tag 5 – 15 g Xylit.

Ein natürlicher Zuckeraustauschstoff

Trotz aller Natürlichkeit ist es ein sogenannter Zuckeraustauschstoff und trägt auch die Bezeichnung E967. Das Besondere an ihm ist aber, dass es ein natürlich vorkommender Stoff ist und deshalb vom Körper gut verstoffwechselt werden kann. Die Faustregel lautet: 0,5 g Xylit pro kg Körpergewicht täglich sollte am Anfang nicht überschritten werden, da es sonst abführend wirken kann. Später sind auch Mengen von täglich 150 g oder mehr kein Problem.

Das Besondere an Xylit

Er hat 40 % weniger Kalorien wie normaler Zucker, beeinflusst den Blutzucker- und Insulinspiegel kaum und ist somit für Diabetiker geeignet. Ganz spannend ist die Tatsache, dass Xylit Kariesbakterien bekämpft und zahnschädigende Säuren neutralisiert. Denn er ist ein basisches Süßungsmittel im Gegensatz zum normalen Zucker und wird deswegen auch bei der Herstellung von Zahnpasta verwendet.

Xylit sieht aus wie Zucker und schmeckt vor allem wie Zucker. Man kann ihn 1:1 austauschen und auch zum Backen und Kochen nehmen. Allerdings karamellisiert er nicht… was aber wiederum den Vorteil bringt, dass man sich ganz einfach Bonbons damit machen kann. So hat z.B. für unterwegs ein praktisches Mittel, sich nach einer Mahlzeit das Säure-Basen-Gleichgewicht im Mundraum wiederherzustellen. Ich gebe dann noch Fruchtaroma mit hinein und habe so leckere Fruchtbonbons, die gleichzeitig die Kariesbakterien eliminieren.

Rezept Xylit-Fruchtbonbons

Der hohe Preis 

Bei aller Freude gibt es leider auch einen Nachteil, den sehr hohen Preis! Man muss ungefähr 9 Euro für 1 kg ausgeben. Alternativ könnte man ihn aber auch mit Zucker mischen, dann wird es günstiger. Das funktioniert gut, ich habe auch schon „gemischt“ gebacken. Seitdem ich allerdings ausschließlich Xylit benutze, ist mein Zahnarzt arbeitslos und fragt mich jährlich immer, ob ich heimlich noch woanders hingehe. Was ich persönlich schon an Geld für Kronen etc. ausgegeben habe… da relativiert sich der „Xylitpreis“ dann ganz schnell, denn man isst ja auch nicht wöchentlich ein Kilo davon!

Vorsicht vor alternativen Herstellungsverfahren von Xylit

Aufgrund der gestiegenen Nachfrage wurden auch schon alternative Herstellungsverfahren entwickelt, die ich überhaupt nicht befürworte. Da aus Maisstärke Xylit gewonnen werden kann, muss man natürlich auch immer mit genmanipuliertem Mais rechnen. Eine Kennzeichnungspflicht gibt es hierbei nämlich nicht. Aber noch schlimmer finde ich die Herstellung aus genetisch veränderten Bakterien. Ich kann jedem nur raten beim Kauf darauf zu achten, dass der Xylit auch wirklich aus Holzrinden hergstellt wurde!

Und zum Schluss ein wichtiger Hinweis für Hundebesitzer! Xylit ist für Hunde tödlich, während er für Katzen überhaupt kein Problem darstellt!

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6 Kommentare

  1. Tine sagt:

    Mit der Kennzeichnung auf den Produkten ist das so eine Sache. Sie schrieben mit Recht, frau solle darauf achten ,dass es wirklich Zucker aus Holz sei. ich habe mir „Birken“zucker“ von Biovita geholt. Auf ausdrücklich Nachfrage bekam ich dann allerdings von der Firma mitgeteilt, dass es Mais sei, was dem Umkarton in keiner Weise zu entnehmen ist.

  2. Heike Friedemann sagt:

    Vielen Dank für die tolle Erklärung. Ich habe diesen Beitrag in meiner Facebook Gruppe geteilt, da ich dort ähnliche Themen habe und solche Info´s sind immer sehr wertvoll.

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